Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung

Solarinitiative in der Verbandsgemeinde Lambrecht

Alle Schulen in der VG Lambrecht haben eine Solarstromanlage

Viele Gründe sprechen für eine Fotovoltaikanlage für Schulen.

Pädagogische und ökologische Gründe:

Eine solche Anlage auf dem Schuldach kann eien wichtiges Lehr-und Lernmittel für einen handlungsorientierten Unterricht sein.

Die ökologischen Gründe gehen aus der Zielsetzung und den Beschlüssen der Weltklimakonferenzen hervor. Jedoch genügt es nach meiner Meinung nicht, Ziele zu beschließen, sondern es müssen Maßnahmen getroffen werden welche geeignet sind, die langfristig gesteckten Ziele zu erreichen. Die Bundesregierung hat das Ziel formuliert, bis 2020 . den CO2- Ausstoß um 40% zu reduzieren.Langfristig gesehen ist eine Fotovoltaikanlage auf dem Schuldach eine geeignete Maßnahme, diese saubere, dezentrale Stromerzeugungsart zu verbreiten, damit schon die Kinder wie selbstverständlich damit aufwachsen. Die CO2-Einsparung einer einzelnen Anlage ist -gemessen am finanziellen Aufwand- zwar nicht sehr hoch, aber der Wert einer solchen  Anlage auf dem Schuldach ist in erster Linie in der Wirkung als Verbreitungsmaßnahme dieser erneuerbaren Energie zu sehen. Dies ist auch der Grund, warum die Landesregierung in Rheinland-Pfalz diese Solarstromanlagen auf Schulen in besonderer Weise großzügig gefördert hat.Dabei handelt es sich nicht um eine dauerhafte Subvention sondern um eine Maßnahme zur Einführung einer neuen Technologie mit Zukunftsperspektiven. Aus meiner Sicht ging die Rechnung auf. In der VG Lambrecht entstanden mehrere Anlagen auf Privatdächern, die nach Aussage der Betreiber, welche erst durch die Solarinitiative in der Schule mit der Thematik konfrontiert wurden, ohne unsere Maßnahmen nicht entstanden wären. Der größte Wert der Fotovoltaiktechnik liegt sicherlich- zukunftsorientiert gedacht- in der Möglichkeit,z.B in Verbindung mit der Wasserstofftechnik z.B. in Brennstoffzellen aus Sonnenenergie und Wasser, ohne Umweltbelastung, Strom zu produzieren und zu speichern.Mit Strom Wärme zu produzieren z.B. für die WW-Bereitung im Haus ist bisher verpönt, weil die Erzeugung von Strom aus Kohle-bzw.Atomkraftwerken sehr ineffizient ist (ca. zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie gehen verloren und belasten unnötig die Umwelt) Dies gilt jedoch nicht für erneuerbaren Solar- oder auch Windstrom. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der so erzeugte Strom auch finanziell so günstig ist, dass sich das auch wirtschaftlich rechnet. Ebenso könnte Wasserstoff, der umweltfreundlich aus Sonnen- und Windstrom erzeugt wurde direkt dem Erdgas zugefügt werden und so einen Teil fossiles Erdgas ersetzen.Aus so erzeugtem Wasserstoff und CO2 lässt sich auch als Ersatz für fossiles Erdgas Methangas erzeugen. Dies ist  heute schon möglich, aber bis diese Technik alltagstauglich und wirtschaftlich wird, vergehet sicher noch einige Zeit. Gerade deshalb ist es nach meiner Auffassung so wichtig, dass die Kinder mit dieser Technik ebenso selbstverständlich aufwachsen wie mit dem Computer. So wie sich heute nahezu jeder einen Computer leisten kann, wird in Zukunft vielleicht die Fotovoltaikanalge auf dem Hausdach zum Standard gehören, vielleicht sogar Statussymbolcharakter erlangen und das Auto diesbezüglich ablösen.

Wirtschaftliche Gründe: Auch sie sprechen für eine Fotovoltaikanlage auf dem Schuldach. Optimal konzipiert kostet die Anlage auf dem Schuldach nichts. Die Schule erzielt neben der ökologischen Aufwertung sogar noch einen finanziellen Gewinn. Dies gilt auch für private Fotovoltaikanlagen, wenn auch nicht in gleichem Maße. Nach meiner Auffassung hat neben der Windkrafterzeugung an Land die Fotovoltaik das Potential von der teuersten Stromerzeugungsart (bei Markteinführung) zur günstigsten Stromerzeugungsart überhaupt für den Bürger zu werden, wenn sie einmal ein Massenprodukt wird. Dann sind auch die anfangs bezahlten Subventionen nicht mehr nötig (anders als bei der Kohleverstromung insgesamt 44 Jahre !!!, von 1974 -2018)), weil sich die Anlagen künftig auch so rentieren, denn die Eigenstromerzeugung geht zu Gunsten des Bürgers und zu Lasten der Energieversorger, die dann weniger Strom verkaufen werden. Ob dies künftig politisch gewollt wird bleibt abzuwarten. Konservative Politiker, vor allem diejenigen, welche einen engen Kontakt zu den großen Energiekonzernen pflegen, wollen den Bürgern einreden, Solarstrom sollte aus südlichen Ländern nach Deutschland (teuer) transportiert werden, ebenso Windstrom aus Nord-und Ostsee (ebenfalls teuer). Als ob es bei uns weder Wind noch Sonne gäbe? Die dezentrale Stromerzeugung vor Ort bringt viele Vorteile für den Bürger und für die Umwelt,aber  nicht für die Konzerne, welche bisher nur einen sehr  geringen Anteil an erneuerbarer Energie in ihrem Portfolio haben. Sie haben die Notwendigkeit einer anderen Stromerzeugung verschlafen, denn konventionelle Kraftwerke produzieren Strom künftig immer teurer wegen der nicht zu widerlegenden Tatsache, dass Kohle, Öl, Gas nicht endlos zur Verfügung stehen. Angebot und Nachfrage bestimmen nun einmal den Preis.  Die technischen Probleme sind heute schon lösbar.  Zentrale Stromversorgung zum Wohle weniger Konzerne  und dezentrale, bürgernahe Stromversorgung können nicht auf Dauer vernünftig nebeneinander funktionieren. Es wird zu einem harten Verdrängungskampf kommen.   Die Rahmenbedingungen stellt leider  die Politik, nicht die Vernunft. Spannende Frage: Zum Wohle der Bürger oder der Konzerne ?

Karl Breiner, GS Lindenberg (2004)